Poetry Slam 07.05.2011

Gestern Abend war es wieder soweit: Poetry Slam-Zeit im Kupferdächle in Pforzheim!

Moderator war dieses Mal Lino Wirag.

Auch dieses Mal wollten wieder 7 Slammer ihr Bestes geben. Die Vorgehensweise war dieses Mal wie folgt: 2 Runden, in denen alle 7 Slammer je einmal auftreten dürfen, wovon 2 fürs Finale ausgewählt werden. Dem Gewinner winkte ein Buch von Max Goldt.

Nachdem Lino für die Slammer-Neulinge kurz die Regeln erklärt hatte, legte er selbst gleich los.
Zum Aufwärmen gab es zwei übersetzte Gedichte aus der viktorianischen Zeit von ihm.
Das erste handelte von einem kleinen Mädchen in einem Krankenhaus, das zweite trug den Titel "Eine Tragödie".
Interessant, worüber die Herren damals so schrieben.

Und dann fing auch schon die erste Runde an.

Der erste im Bunde war Christoph Bayer mit einem sehr ernsten Text über die Steinigung der [WIKI="Steinigung#Somalia"]13-jährigen Aisha Ibrahim Duhulow[/WIKI] aus Sicht eines Engels.
Danach gab OhneWorte seinen Text "Zwiegespräche mit mir selbst Teil 1" zum besten. Christof Wahner als dritter im Bunde trug zwei extrem lange Kettenwörter vor.
Teilnehmer Nummer 4 war Judith, die einzige Frau im Bunde. Sie referierte über Zeitreisen. Indiana Jonas war der nächste und erzählte, warum er "Lehrer sein" möchte. Dann kam Boeni und gab Einblicke in die Gedankenwelt eines Bundestagsabgeordneten. Als letzter Teilnehmer der ersten Runde war dann Faby Nightheart an der Reihe, der zuerst seine "139-Zeichen-Kürzestgeschichte" vortrug und danach eine Geschichte über ein Mädchen und einen Mann in einer Bar.

Und schon war die erste Runde vorbei und es gab eine kurze Pause.

Die zweite Runde wurde wieder von Lino eingeläutet, dieses Mal mit dem Gedicht "Der Ball" von Rainer Maria Rilke.

Der erste Teilnehmer war Boeni mit seinem Text über "Anti-Dezibel-Ville". Danach war Indiana Jonas an der Reihe mit dem Text "Modul 3.2 oder Grammatik", in dem er seinen Gramma-Tick vorstellte. Der nächste war Christof Wahner mit "Abenteurliches aus Alliterastan". Lino war davon sehr angetan und bekam als Aufgabe, eine Alliteration mit Y zu basteln. Judith als Nummer vier erzählte mit ihrem Text "12 - 6" von einer schlaflosen Nacht. Bevor Teilnehmer Nummer 5 an die Reihe kam, gab
Lino schnell seine Y-Alliteration zum Besten. Und dann kam endlich OhneWorte mit seinem Text "Eines Morgens" an die Reihe. Der nächste sollte eigentlich Faby Nightheart werden, da Christoph Bayer aber auf seinen Zug musste, wurde kurzerhand getauscht. Also ging Christoph Bayer ans Mikrofon und gab die Texte "Früchte des Lebens" und "Der Papst und das Kondom" zum Besten. Eigentlich wollte er noch "Waffen, die wir euch verachten" vortragen, aber irgendwie war sein Text verschollen und die Improvisation gelang nicht ganz. Es war trotzdem sehr lustig. Christoph verschwand dann auch gleich auf seinen Zug und Faby Nightheart schloss die zweite Runde mit seinem Text "2 Sachen" ab.

Es wurde Zeit für die Abstimmung. Ins Finale einziehen durften Indiana Jonas, Christof Wahner und Boeni. Also nicht nur zwei, sondern drei Slammer, einfach weil alle drei so gut ankamen.

Das Finale eröffnete Christof Wahner mit einem weiteren Teil der Alliterastan-Nachrichten, gefolgt von Boeni und seinem Text "Das Haar". Indiana Jonas gab den Abschluss mit seinem Text "Auf der Tür steht drücken, doch die Welt zieht an mir vorbei oder ich war noch nie der Schnellste".

Das Ende nahte, die Abstimmung ging los und der Gewinner stand eindeutig fest: Indiana Jonas!

Danke einmal mehr an Lino und alle Slammer für 2 wundervolle Stunden!
Wir freuen uns schon auf Ende Juni, wenn es wieder heißt: Slam-Zeit in Pforzheim!
Und das ist auch noch ein besonderer Slam, denn es ist die letzte Gelegenheit, um sich für die Deutschsprachigen Meisterschaften zu qualifizieren.
Wir sind gespannt, wer sich da so alles blicken lässt.


Die Youtube Videos findet ihr hier



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