Poetry Slam 30.06.2011

Gestern Abend war es wieder soweit: Poetry Slam-Zeit im Kupferdächle in Pforzheim!

14 Slammer waren angetreten zum Qualifikations Slam für die deutschen Slammeisterschaften 2011. Pforzheim war die letzte Möglichkeit für die Slammer sich für einen der 100 Startplätze der Meisterschaft zu qualifizieren.
Auch die Abstimmung lief anders ab als bisher bei den Slams. Eine 6 köpfige Jury aus dem Pulikum vergab Punkte von 0,0 bis 10,0, die höchste und die niedrigste Wertung wurden gestrichen und an Hand der Punkte entschied sich dann wer ins Finale kommt.
Dieses Wertungssystem war zeitsparender und bis auf die eine oder andere Wertung auch nachvollziehbar.

Den Anfang machte der Lokalmatador Boeni mit seinem Text "Kai Uwe Pusteblume", Nane konterte mit einem nachdenklicheren Text "Regentage (Ich baue stabile Häuser)".
Dann folgte Jazzkeks mit "Lach doch mal (Vorurteile stimmen - Guck da!)" und diesen Satz haben wir alle schon gehört und konnten sehr gut nachvollziehen wie er aggressiv machen kann. Der frisch verliebte AIDA wollte uns in seinem Text "Ein Text, der das Wort Liebe in sich trägt" gerade von seiner Freundin erzählen, als ihn eine SMS von eben Dieser aus dem Konzept brachte und er kurzer Hand seinen Text änderte und uns den "Musical-Text (break your fucking face tonight)" zum Besten gab. Bevor Tobis uns von einem Mädchen berichtete gaben die beiden Brüder Lino und Andi Wirag uns einen einstudierten Sketch zum Besten, der auch schon daheim vor dem Spiegel nicht lustig war. Marvin Suckut sprach den Männern aus der Seele mit seinem Text "Lieber Glatze als gar keine Haare - Einmal Jack Sparrow und zurück". Johannes Geißblauer verwirrte mit seinerm Auftritt das Publikum immer wieder und sorgte so für einige Lacher.
Dann war auch schon die erste Runde durch und es gab eine kurze Pause.

Maurice leutete die zweite Runde mit seinem "Es ist Zeit - Prolog" ein  gefolgt von seinem Gassenhauer "Birke". Wortartig sinnierte über die Frage "Wer ich bin". Simon Felix Geiger, der bald auch im TV zu sehen ist freesylte und weihte uns auch in sein Gedicht "Perfekt wie immer" bei diesem Dinner ein. Eine perfekte Performance wie immer. Tobis Gralke aus Heidelberg beeindruckte mit seinem "Kind der Fantasie" ein Text der unter die Haut ging. Katja Hoffmannn griff den misslungenen Sketch der Wirag Brüder vom Anfang auf und bei ihr funktionierte er auch. Dann gangstarappte sie "You say bitch - like it´s a bad thing" und "Ich hasse das" wobei sie hier gekonnt Passagen der Slammer vor ihr mit aufnahm. Marsha Richarz, als einzige Slammerin aus Mosbach, richtete ihren Text an alle die nur rumjammern aber nichts tun. Der letzte Teilnehmer der zweiten Runde war Nektarios der mit "Die letzten Worte von Nektarios Vlachopoulos" eine wirklich ausserordentliche Vorstellung gab.

Die Punktetafel ergab folgende Teilnehmer für das Finale:
Marvin Suckut, Tobias Gralke, Katja Hoffmann und Nektarios
Dem Publikum und den Slammern wurde nochmal eine kleine Pause gegönnt.

Marvin Suckut startete ins Finale mit seinem Heldenepos "Held gesucht". Tobias Gralke zauberte wiederholt eine Gänsehaut ins Publikum mit seinem Text "Gegen die Zeit". Danach gab uns Nektarios einen tiefen Einblick in sein Privatleben mit "Die Liebe meines Lebens". Katja Hoffmannn machte die Frauenquote und las ihren Text "Wie ich einmal fast lesbisch wurde" ab, weil sie nicht angeben wollte.Die Abstimmung im Finale wurde wie gewohnt über das Applausometer getroffen.

Der Gewinner, der damit den letzten noch freien Platz bei den deutschen Slammeisterschaften 2011 im November erhielt, war durch eine klare Entscheidung NEKTARIOS. Wir drücken Ihm die Daumen für die Meisterschaft und danken allen Slammern, den Wirag Brüdern und dem Team vom Kupferdächle für einen wirklich gelungenen und lustigen Abend.

Der nächste Slam im Kupferdächle findet im September, nach der Sommerpause, statt.

Zum Abschluß hier nochmal Nektarios mit seinem Text "Die Liebe meines Lebens"

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Poetry Slam Pforzheim
Kupferdächle
Boeni
Nane
Jazzkeks
Aida
Marvin Suckut
Maurice
Wortartig
Simon-Felix Geiger
Tobias Gralke
Katja Hoffmann
Marsha Richarz
Nektarios Vlachopoulos

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